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Pflegezentrum

Die im Januar 2007 fertig gestellte Langzeitpflegeeinrichtung wurde komplett ebenerdig realisiert. Die in vier einzelne Hausgemeinschaften aufgeteilte Einrichtung, bietet durch entsprechend eingerichtete Räumlichkeiten ein hohes Maß an Behaglichkeit und Geborgenheit und ist für je 10 – 11 Bewohner / innen eingerichtet.

Wir sind uns dessen bewusst, das wir den bei uns wohnenden Senioren das bisherige „Zuhause“ nicht ersetzen können, da ein Zusammenleben in Gemeinschaft mit anderen Menschen gewisse Einschränkungen mit sich bringt. Natürlich möchten wir, dass sich unsere Bewohner „wie Zuhause“ fühlen. Durch die Einbeziehung persönlicher Gegenstände in die Einrichtung soll die Identifikation der Bewohner mit Ihren Zimmern verstärkt werden.

Das Haus bietet außerdem alle zur Pflege schwerstbedürftiger Senioren notwendigen modernen Vorrichtungen und ist entsprechend dem neuesten Stand der Technik ausgestattet.

Die Bewohner werden durch einfühlsame examinierter Pflegekräfte gepflegt und betreut. Für die Bewohner wird ein regelmäßiges Programm mit unterschiedlichen Angeboten, wie Vorlesungen, Bastelarbeiten, gesellige Nachmittage, Singstunden und Einzelbetreuungen durch Mitarbeiterinnen angeboten.

Ansprechpartner vor Ort sind

Friedbert Poffers
Pflegedienstleitung

Annegret Bergmann
Verwaltung

Telefon
05924 78 55 80

Fax
05924 78 55 8 10

Beispielrechnung

Vermögensfreibetrag für Alleinstehende 2.600,00 € und für Verheiratete 3.214,00 €.

Der Vergütungszuschlag für Pflegebedürftige mit erheblichen allgemeinen Betreuungsbedarf nach § 87b Abs. 1 SGB XI beträgt monatlich 101,92 € (30,42 Tage x 3,35 €). Der Betrag wird direkt mit der Pflegekasse abgerechnet.

Wenn eine pflegebedürftige Person in eine vollstationäre Pflegeeinrichtung aufgenommen werden soll, stellt sich häufig die Frage nach der Finanzierung der Heimkosten.

Die Kosten:
Das Pflegeheim wird mit der zu pflegenden Person einen Heimvertrag schließen. Aus diesem Vertrag heraus, schuldet der Heimbewohner dem Heimträger das Heimentgelt. Das Heimentgelt errechnet sich aus den

Pflegekosten Kosten für Unterkunft und Verpflegung Investitionsfolgekosten
Die Höhe des Heimentgeltes richtet sich nach dem Grad der Pflegebedürftigkeit. Man unterscheidet der Pflegestufen 0, 1, 2, 3. Maßgeblich für die Festsetzung ist die Feststellung und Einstufung der Pflegebedürftigkeit durch den medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK).



Pflegegeld der Pflegekasse:
Wenn man entsprechend vom Gutachten des MdK anerkannt pflegebedürftig ist, erhält man je nach Pflegestufe von der Pflegekasse ein Pflegegeld. Dieses beträgt

Pflegestufe 0 0,00 €
Pflegestufe 1 1.064,00 €
Pflegestufe 2 1.330,00 €
Pflegestufe 3 1.612,00 €



Beispiel:
Frau Meier zieht in das Diakonische Pflegezentrum Gildehaus. Sie ist anerkannt pflegebedürftig (Pflegestufe 1)

Heimkosten der Pflegestufe 1 2.422,65 €
Die Pflegekasse erstattet 1.064,00 €
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Verbleiben 1.358,65 €

Die verbleibenden Kosten muss Frau Meier aus ihren laufenden Einkünften, bzw. aus dem vorhandenen Vermögen finanzieren.

Frau Meier hat monatliche Einkünfte (Altersrente, Witwenrente, Betriebsrenten, Zinsen, Mieten, …) in Höhe von 782,06 €.

Nach Abzug dieser Einkünfte verbleiben ungedeckte Heimkosten in Höhe von 576,59 €.



Sozialhilfe:
Diese ungedeckten Heimkosten werden nicht grundsätzlich vom Sozialamt übernommen. Das Sozialamt prüft zunächst, ob Vermögen in Form von Sparguthaben, Lebensversicherungen oder Immobilien vorhanden ist. Es gelten folgende Vermögensschonbeträge:

2.600,00 € für Ledige, bzw. allein stehende Personen
5.214,00 € für Ehepaare

Wird diese Grenze überschritten, muss das Vermögen „verzehrt“ werden. Bitte beachten Sie, dass Vermögen, welches verschenkt, übertragen oder im Rahmen der vorweggenommen Erbfolge vererbt wurde, innerhalb von 10 Jahren zurück gefordert werden muss (Heimfallrecht)

Inwieweit die Kinder des Antragstellers (Heimbewohner) zur Unterhaltspflicht herangezogen werden, kann pauschal nicht beantwortet werden. Grundsätzlich müssen aber im Sozialhilfeantrag Angaben über Einkommens- und Vermögensverhältnisse der Kinder gemacht werden.

Sobald das Vermögen verzehrt und die Kinder nicht unterhaltspflichtig sind, erhält der Heimbewohner Hilfe gemäß Soziales Gesetzbuch (SGBXII).

Über die Hilfe zur Deckung der Heimpflegekosten hinaus erhält der Heimbewohner einen monatlichen Barbetrag zur persönlichen Verwendung. (Taschengeld). Dieser beträgt seit dem 01.01.2015 für jeden Heimbewohner 127,03 € und wird direkt an den Heimbewohner in bar ausgezahlt. Von diesem Barbetrag kann der Heimbewohner seine persönlichen Aufwendungen, wie Frisör, Kosmetikartikel … bestreiten.

Folgende Beispiele sollen in Kurzform die kompakte Thematik etwas verdeutlichen.

Herr Mustermann, Pflegestufe II, verwitwet, hat monatliche Einkünfte in Höhe von 1.380,00 €. Hier sieht die Finanzierung wie folgt aus:

Gesamtheimentgelt 2.856,13 €
Abzüglich Pflegekasse 1.330,00 €
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mtl. Eigenanteil 1.526,13 €
abzgl. Einkünfte 1.252,97 €
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Offene Heimkosten 273,16 €
Sparguthaben 4.600,00 €
abzgl. Vermögensschonbetrag - 2.600,00 €
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Für Heimkosten zu
Verzehrendes Guthaben 2.000,00 €